15. Juni 2024

Wir feiern heute Buchgeburtstag

Unser Debütroman ‚Alte Fehde‘ Atra Rosa-Clan der Vampire 1 wird heute ein Jahr alt! 🥳 

Zur Feier des Tages gibt es heute einen Ausschnitt aus einer Szene, die in die Kategorie
‚Kill your Darlings- ich hab es leider nicht ins Buch geschafft‘ fällt.
Viel Spaß damit 🙂

In der Villa ging es heute Nacht turbulent zu. Die Halbblüter Kaja und Kagome waren mitten in der Planung der Geburtstagsfeier von Nana, welche morgen Nacht stattfinden sollte. Sie waren geradezu schockiert gewesen, dass Nana nie eine ›Motto-Geburtstagsfeier‹ hatte. Darum hatten sie beschlossen ihr eine Prinzessinnenparty zu organisieren. Jeder wurde angewiesen, sich Zeitperiode entsprechend zu kleiden.
»Zu schade, dass wir keine Geburtstagstorte backen können. Das Essen ist das Einzige, was ich wirklich vermisse«, merkte Kaja wehmütig an.
Der Schulleiter André, der den beiden half, blinzelte irritiert. »Menschennahrung kann uns nur nicht nähren und sättigen. Essen können wir ganz normal.«
Sofort bekam die Gewandelte große Augen. »Dann habe ich ganz umsonst ganze 3 Jahre auf Schokolade verzichtet?« Eine Welt schien gerade für sie zusammen zu brechen. Verständnislos zuckte André mit den Schultern. »Ich kann nichts dafür, dass Menschen sich solchen Unsinn über uns ausdenkt.«
Nun wollten die beiden Gewandelten unbedingt alles für eine Torte einkaufen. Also beschloss Mary, mit ihnen loszuziehen und alles zu besorgen.

»Was ist denn hier passiert?«
André grinste Angel zu, die gerade dazugekommen war und nun den Dekorationswahnsinn der beiden jungen Frauen betrachtete. Überall hatten sie rosafarbene Tücher und anderen Schmuck aufgehängt, der ihrer Meinung nach das Thema Prinzessin repräsentierte. Pferdefiguren und Plüschtiere waren ebenfalls überall platziert worden.
»Soll ich noch ein Pferd zum Reiten mitbringen?«, fragte Angel amüsiert und André seufzte resigniert. »Zum Glück sind die beiden nicht da, ich fürchte sie wären von dem Vorschlag begeistert.«
Angel grinste. »Wo ist denn unsere Prinzessin?«
André runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf. »Die Anderen haben sie als Ablenkung mitgenommen. Keine Ahnung, was die gerade anstellen.«
Mary, Kagome und Kaja waren vollgepackt, als sie zurückkamen. Irritiert sahen Angel und André den dreien entgegen. »Was habt ihr da alles mitgebracht? Ich dachte, ihr wolltet nur für EINEN Kuchen Zutaten kaufen.« André nahm seiner Frau einige der Einkäufe ab und musterte die Sachen kritisch.
Auch Angel bekam Teile davon in die Hand gedrückt. »Ich hoffe, ihr habt nicht vor, das alles in den Kuchen zu werfen«, kommentierte sie.
Das meiste waren irgendwelche Schokoriegel und andere Knabbereien.
»Nein, aber wir haben viel nachzuholen«, antworteten die beiden Schülerinnen wie aus einem Munde, während sie die Einkäufe in der Küche verstauten und sortierten.
»Ist ja nicht so, als ob sie die Ewigkeit dafür Zeit hätten.« Mary schmunzelte und zwinkerte ihrem Mann und Angel zu.
Währenddessen suchte Angel alle Gerätschaften heraus, die sie fürs Backen des Kuchens benötigen würden.
»Dann machen wir uns mal an die Arbeit.« Kagome und Kaja sahen sich um. »Wo ist die Küchenmaschine?«
Angel wandte sich ihnen zu und zog ein nachdenkliches Gesicht. »Was war das nochmal?« Die Mädchen wirkten entsetzt über dieses Unwissen.
»Ein elektrisches Rührgerät?« Dabei klang Kagome so, als müsste das einfach jeder wissen.
»Es gibt in der Küche keinen Strom. Das Ding würde nichts nützen und wir brauchen sowas auch nicht. Ihr wolltet doch alles mittelalterlich«, erläuterte Angel, »Apropos, wir müssen noch den Ofen anfeuern.« Sie deutete auf das große Backsteingebilde in der Ecke.
Allein die entsetzten Gesichter der Gewandelten waren es wert.
»Ich hole uns Feuerholz«, sagte Mary, nahm einen großen Weidenkorb und ging nach draußen.
Gemeinsam fertigten sie unter schweißtreibender Arbeit den Kuchen. Am besten hatte Angel gefallen, als sie verschiedene Bodenschichten mit unterschiedlichen Farben gebacken hatten. Es war ziemlich schade, dass diese unter einer pinken Zuckerschicht vergraben wurde.
André und seine Frau waren bei dem pinken Monster sehr skeptisch, ob das Ding wirklich essbar war.
Damit waren die Vorbereitungen abgeschlossen und in der nächsten Nacht, punkt Mitternacht, würde Nanas Geburtstagsfeier starten.

F.Drewes

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